Erfurter Domplatz , St. Severikirche mit dem Glöckchen  “Gloriosa”

Fischmarkt - Rathaus in Erfurt

Im Zentrum der Stadt Erfurt befindet sich der Fischmarkt. Bereits früher war er der historische Mittelpunkt der Stadt, er diente als Markt- und Handelsplatz. Daher auch der Name. Hier wurde früher mit Fischen gehandelt. 1275 wurde das Rathaus erbaut. Später, 1869 bis 1871 allerdings durch einen neugotischen Bau ersetzt und 1875 eingeweiht. Gegenüber dem Rathaus befindet sich die Statue eines gerüsteten Kriegers, die 1591 errichtet wurde, auch Roland genannt. Er dient als Demonstration, dass die Stadt bereit sei, ihre bedrohten Rechte und Freiheiten gegen den erzbischöflichen Stadt- und Landesherrn zu verteidigen. Der Fischmarkt ist von vielen schönen Gebäuden umgeben. Das älteste davon ist der Ratskeller. Hier tagte 1866 die 4. Generalversammlung des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins. Im Saal des Ratskellers sprachen 1869 August Bebel und Wilhelm Liebknecht zu den Arbeitern der Stadt Erfurt. Weitere sehenswerte Gebäude sind am Fischmarkt das Haus  “ Zum Roten Ochsen ” jetzt Galerie sowie das um 1584 gebaute Haus zum Breiten Herd, mit seiner schönen Renaissancefassade.

Im Turm des Domes befindet sich eine mit der größten Glocken Deutschlands, die 12 t schwere Gloriosa von 1497. Nach einem Riss im Mantel wurde sie mit großem Aufwand 1985 wieder geschweißt. Sehenswert sind auch die 13 gotischen Bildfenster von 1370 bis 1420, daneben der Einhornaltar um 1460, der Hochaltar 1697 und das Sakramentshaus um 1590. Die St.-Severi-Kirche ist eine frühgotische fünfschiffige Hallenkirche, die ca. 1350 vollendet wurde. Der Sarkophag des heiligen Severus 1365, der 15 m hohe gotische Taufstein 1467 und der barocke Orgelprospekt aus 1714 sind besonders sehenswert. Am 03.03.1507 wurde Martin Luther im Erfurter Dom zum Priester geweiht und begann danach seine theologische Laufbahn.

Domplatz Erfurt
Erfurter Dom

Der Domplatz ist der größte Platz Deutschlands mit intakter bzw. restaurierter Randbebauung. Einst war er Hauptmarktplatz mit dem Galgen, heute stehen noch die Minerva-Statue 18.Jh. und der 1777 zu Ehren des Mainzer Kurfürsten errichtete Obelisk. Die gewaltig aufeinander zulaufenden Stiftskirchen St.Marien und St.Severi beeindrucken den Besucher sofort. 70 Stufen muss man bis zum Erreichen der Kirchen ersteigen.

Bereits 741 wurde der Bau einer Bischofskapelle erwähnt. 1117 wurde die Kollegiatstiftskirche erstmals erwähnt, die 1153 einstürzte. daraufhin erfolgte der Bau einer Basilika mit romanischen Osttürmen, deren Untergeschosse noch heute existieren. Ende des 13. Jahrhunderts erfolgte eine künstliche Hügelverlängerung, die den Bau des hohen Chores von 1349 bis 1372 ermöglichte. Anfang des 14. Jh. entstanden die Querschiffe und die Erhöhung des Chorhalses. Besonderheiten des Domes sind das Westportal mit den klugen und törichten Jungfrauen sowie die 12 Apostel am Ostportal. 1455 wurde die 5-schiffige Hallenkirche in Richtung Westen gebaut. Die spitzen Turmhelme wurden 1454 zerstört und erst viel später, 1854 neu aufgebaut. Der Gesamtbau wurde dann auch verändert. 1844 entstand der hohe Chor und 1864 bis 1873 das Langhaus. Umfangreiche Rekonstruktionen erfolgten seit 1964.

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Rathaus von Erfurt auf dem Fischmarkt
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